Smart Home: Vorsicht vor Gefahren im vernetzten Zuhause

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Meinung Smart Home

Für das vernetzte Zuhause zahlen Sie einen hohen Preis

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Der Zugewinn an Komfort hat seinen Preis, warnt WELT-Autor Thomas Heuzeroth Der Zugewinn an Komfort hat seinen Preis, warnt WELT-Autor Thomas Heuzeroth

Der Zugewinn an Komfort hat seinen Preis, warnt WELT-Autor Thomas Heuzeroth

Quelle: Getty Images/Westend61/UWE_UMSTAETTER, Claudius Pflug

Türschlösser, Kameras, Lichtschalter und andere Hausgeräte lassen sich mit neuen technischen Standards immer besser vernetzen. Die Geräte können sich gegenseitig steuern. Das macht das Smart Home intelligenter – aber auch gefährlicher.

Nach jahrzehntelangen Versprechungen hält die schöne neue Welt endlich Einzug in unsere Häuser und Wohnungen. Immer mehr Lampen, Schlösser, Sicherheitskameras, Lautsprecher, Heizungen, Staubsauger und Rollläden sind vernetzt und damit aus der Ferne steuerbar. Doch bisher war das meist eine Spielerei und vor allem gut, um es anderen vorzuführen. Die Frage nach dem Warum ignorierten die Nutzer und freuten sich lieber über die Anerkennung als technisch versierte Verbraucher.

Doch nun beginnt sich das zu ändern. Das Smarthome erklimmt die nächste Evolutionsstufe. Immer mehr vernetzte Geräte von unterschiedlichen Herstellern sind nun in der Lage, miteinander zu sprechen und sich entsprechend selbst zu steuern. Aus dem Smarthome wird ein wirklich intelligentes Haus, das sich an seine Bewohner anpasst.

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Kommt der Nutzer in die Nähe seiner Haustür, öffnet sich das Schloss automatisch, zugleich schaltet sich das Licht im Flur und die Heizung im Esszimmer an. Sensoren erkennen, ob Medikamente regelmäßig genommen werden oder Menschen in der Küche stürzen. Sie benachrichtigen dann automatisch die Angehörigen oder Rettungskräfte. Solche Technik versetzt ältere Menschen in die Lage, länger in ihrer eigenen Wohnung zu wohnen.

Der Zugewinn an Komfort hat jedoch seinen Preis. Vernetzte Geräte sind immer auch ein Einfallstor für Hacker mit bösen Absichten. Niemand will, dass Fremde einen Zugriff auf die Babycam im Kinderzimmer bekommen oder über die vernetzte Lampe auf das Netzwerk und den Computer im Arbeitszimmer zugreifen.

Sicherheitslücken zeigen immer wieder, dass Nutzer und Hersteller mehr Verantwortung übernehmen müssen. Das gilt für die richtige Wahl des Passwortes genauso wie für die Pflicht, Daten zu verschlüsseln und vernetzte Geräte regelmäßig mit Software-Updates zu versorgen. Auch wenn uns die Technik viel Arbeit abnimmt: Zu sorglos sollten wir nicht werden.

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